Diese Fehler sollten Sie für eine Gehaltserhöhung vermeiden

Diese Fehler sollten Sie für eine Gehaltserhöhung vermeiden

Haben Sie gute Leistungen erbracht und möchten mehr Geld verdienen? Der Weg zur Gehaltserhöhung kann voller Stolpersteine sein. Der richtige Zeitpunkt, eine gute Vorbereitung und eine gute Taktik für das Gehaltsgespräch sind wichtige Schritte auf dem Weg zu Ihrer Gehaltserhöhung.

Damit es mit Ihrer Gehaltserhöhung klappt, sollte Sie die folgenden Fehler kennen und vermeiden:

Fehler: Abwarten statt handeln
Ihre Leistungen sind überdurchschnittlich, Sie entwickeln sich und Ihre Kompetenzen stetig weiter und alle Kollegen und Vorgesetzten um Sie herum sind begeistert von Ihnen? Warten Sie nicht darauf, dass Ihr Vorgesetzter Sie zum Gespräch bittet und Ihnen eine Gehaltserhöhung vorschlägt. Sie selbst sind die treibende Kraft dafür! So lange, wie Sie dieses Thema nicht ansprechen, wird Ihr Vorgesetzter dies auch nicht tun und eher davon ausgehen, dass Sie mit dem aktuellen Gehalt zufrieden sind.

Fehler: Mangelnde Vorbereitung auf das Gehaltsgespräch
Überzeugen Sie mit einer guten Vorbereitung, anstatt das Thema der Gehaltserhöhung plump und zwischen Tür und Angel anzusprechen. Sie sollten begründen können, weshalb Sie eine Gehaltserhöhung verdient haben und nicht bei der ersten Gegenfrage ins Straucheln geraten. Mangelnde Vorbereitung wirkt unprofessionell und führt in den seltensten Fällen zum gewünschten Erfolg.

Fehler: Sie führen die falschen Argumente an
Überzeugen Sie Ihren Vorgesetzten mit Fakten: Haben Sie tolle Leistungen erbracht, Erfolge erzielt, sind stets einsatzbereit und haben Sie auch noch mehr Verantwortung als zuvor übernommen? Diese Argumente lassen sich klar messen und gut mit Beispielen für Sie belegen. Folgende Argumente werden hingegen eher nicht zur Gehaltserhöhung für Sie führen:

Genau so geht es bitte nicht

  • Die Schwächen anderer Kollegen als persönliche Stärke nutzen: Beherrscht ein Kollege ein bestimmtes Programm nicht und verdient dieser dennoch mehr als Sie? Solche Fälle gibt es – meistens finden sich die Argumente dafür in anderen Kompetenzen, manchmal auch nicht. Es geht hier aber um Ihre persönlichen Kompetenzen und um Ihr Gehalt. Die vorhandenen oder nicht vorhandenen Kompetenzen Ihrer Kollegen spielen keine Rolle. Dies lässt Sie eher als Neider wirken und trägt sicher nicht zu Ihrer Beliebtheit bei den Kollegen bei.
  • Mitleid erregen: Herrscht bei Ihnen privat gerade ein finanzieller Engpass und müssen Sie vermehrt auf Ihr Haushaltsbudget achten? Da würde eine Gehaltserhöhung sicherlich gut tun – Ihr Vorgesetzter bezahlt Sie aber für Ihre Leistungen im Job. Eine Gehaltserhöhung setzt immer voraus, dass Ihre Arbeitsleistung einen höheren Wert für das Unternehmen stiftet.
  • Das falsche Druckmittel: Zahlt der direkte Wettbewerber Ihres Arbeitgebers ein höheres Gehalt für Personen in Ihrer Position? Die meisten Unternehmen versuchen wettbewerbsfähige Gehälter an Ihre Mitarbeiter zu zahlen – natürlich kann es dennoch vorkommen, dass es hier zu Differenzen kommt. Ihr Vorgesetzter wird sich aber nicht gerne unter Druck setzen lassen und könnte dieses Argument sogar eher negativ im Hinblick auf Ihre Loyalität gegenüber dem Unternehmen auslegen. Bei einer solche Argumentation ist also oberste Vorsicht geboten.
  • In der Vergangenheit schwelgen: Dass Ihre letzte Gehaltserhöhung vielleicht schon mehrere Jahre in der Vergangenheit liegt, ist kein Argument dafür, dass diese nun wieder an der Reihe wäre. Viel mehr weisen Sie Ihren Vorgesetzten darauf hin, dass es wohl schon seit Jahren keine guten Gründe für eine Gehaltserhöhung mehr gab – ob Sie das so wollen? Argumentieren Sie lieber mit guten Leistungen und gestiegener Verantwortung in den vergangenen Monaten und untermauern Sie dies mit nachvollziehbaren Beispielen.

Fehler: Sie sind sich Ihrem eigenen Ziel nicht bewusst
Damit Sie nicht schnell und einfach mit einer minimalen Gehaltserhöhung von Ihrem Vorgesetzten abgespeist werden, sollten Sie sich einen Zielkorridor setzen. Was ist das Mindeste was Sie erzielen wollen und welches Ergebnis erzielen Sie im Bestfall? Sie sollten Ihrem Vorgesetzten eine klare Aussage darüber geben können, wie Ihre Vorstellung für die Gehaltserhöhung ist. Vielleicht gibt es aber auch nicht monetäre, jedoch geldwerte Leistungen (bspw. Essenzuschüsse, Mitarbeiterhandy, Firmenparkplatz), die zu Ihrer Zufriedenheit beitragen können. Überlegen Sie sich am besten im Vorfeld des Gesprächs, welche Leistungen dies sein könnten.

Berücksichtigen Sie diese Dinge in Ihrem nächsten Gespräch über eine Gehaltserhöhung, stehen Ihre Erfolgschancen gut – natürlich vorausgesetzt, dass Ihre Leistungen entsprechend positiv gewesen sind und sich Ihr Arbeitgeber eine Gehaltserhöhung wirtschaftlich leisten kann.