Empfehlungsschreiben richtig einsetzen

Empfehlungsschreiben richtig einsetzen

Es kommt immer häufiger vor, dass Personen, die sich auf einen neuen Job oder ein Stipendium bewerben, nach Referenzen gefragt werden. Gefordert sind damit so genannte Empfehlungsschreiben (engl. Letter of Recommendation), die beispielsweise im englischsprachigen Raum bereits seit Jahre fester Bestandteil der Bewerbungsunterlagen sind.

Man könnte meinen, dass die verbreiteten Arbeitszeugnisse genau diesen Zweck erfüllen sollen, doch gibt es hier große Unterschiede: Jedoch müssen Arbeitszeugnisse stets wohlwollend formuliert sein und unterliegen strengen Vorgaben bzgl. des Inhaltes und der Struktur. Dies führt dazu, dass oftmals einen wirklicher Blick auf die Persönlichkeit eines Kandidaten verwehrt bleibt.

Empfehlungsschreiben schließen diese Lücke: Sie sollen eine realistische Einschätzung zu den persönlichen und fachlichen Fähigkeiten der Person durch einen möglichst unabhängigen Dritten gewähren.

Ein Empfehlungsschreiben wird aber längst nicht nur bei Arbeitnehmern verlangt. Üblicherweise finden diese auch für folgendes Ihren Einsatzzweck:

Viele Studenten, die im Anschluss an den Bachelor- noch einen Master-Studiengang durchführen wollen, erhalten von den Hochschulen die Aufforderung zur Vorlage eines Empfehlungsschreibens von einem ehemaligen Professor oder Dozenten.

Wie setze ich Empfehlungsschreiben systematisch ein?

  • Berufseinsteiger: Die meisten Berufseinsteiger verfügen noch nicht über jahrelange Berufserfahrung und entsprechende Arbeitszeugnisse. Ein Empfehlungsschreiben durch einen angesehenen und glaubwürdigen Referenzgeber kann der Bewerbung also eine stärkere Aussagekraft geben und eine Hilfe für den Bewerber sein.
  • Im weiteren Karriereweg: Strebt ein Kandidat eine Beförderung an oder bewirbt sich auf eine Führungsposition, sind Empfehlungsschreiben oft hilfreich. Diese bestätigen die persönlichen und fachlichen Kompetenzen und können so entscheidend über den Erfolg oder Misserfolg bestimmen.
  • Auf dem Weg zum Job oder Stipendium: Trainees, Praktikanten oder angehende Stipendiaten die bereits Berufserfahrung und/oder Auslandserfahrungen vorzuweisen haben, können Empfehlungsschreiben gut als Nachweis für diese Erfahrungen und die erbrachten Leistungen einsetzen.
  • Leistungsbestätigung für Freiberufler: Ausschließlich Arbeitnehmer haben einen gesetzlichen Anspruch auf die Erteilung eines Arbeitszeugnisses. Empfehlungsschreiben von ehemaligen Auftraggebern können Freiberufler dabei unterstützen, persönliche und fachliche Leistungen nachzuweisen. Ebenfalls eignen sich diese Referenzen dazu potentiellen Neukunden mehr Sicherheit zu geben und so die Auftragsakquise zu unterstützen. In vielen Fällen spricht man hier aber eher vom Referenzschreiben.

Es gibt also verschiedene Einsatzgebiete, in denen Empfehlungsschreiben einen positiven Einfluss haben können. In den meisten Fällen lohnt es sich für die Personen, wenn Sie aktiv nach diesen Referenzen fragen und diese in Ihren Bewerbungsunterlagen als Pluspunkt ergänzen können.

Achten Sie generell stärker auf die Qualität einer Empfehlung, als auf Anzahl der Empfehlungen. Ein persönliches Empfehlungsschreiben von einem angesehenen Referenzgeber ist häufig viel mehr Wert, als 100 Empfehlungen aus Gefälligkeit.

Kostenlose Vorlagen für Muster Empfehlungsschreiben oder zur Anfrage einer Empfehlung finden Sie in unseren Downloads. Nutzen Sie diese gerne zur Unterstützung, um eine persönliche Empfehlung zu erhalten, die Sie bei Ihrem Vorhaben unterstützt.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch auf Empfehlungsschreiben-Muster.de