Assessment-Center: Qualitätskriterien

Assessment-Center: Qualitätskriterien

9 Kriterien, an denen sich die Qualität vom Assessment-Center bemisst

Ein Assessment-Center dient zur Auswahl passender Bewerber und wird sowohl für externe Einstellungen, als auch für die interne Weiterentwicklung von Talenten eingesetzt. Um einheitliche Bewertungsmaßstäbe zu setzen und eine Nachvollziehbarkeit der Entscheidungsfindung zu schaffen, hat der Verein “Arbeitskreis Assessment-Center” insgesamt 9 Qualitätskriterien hierfür definiert:

  • Anforderungsorientierung: Auf Basis des Arbeitsfeldes und dem Ziel des Assessments sollen die relevanten Beobachtungs- und Kompetenzbereiche im Vorfeld festgelegt und bei der Durchführung des Assessment-Centers berücksichtigt werden.
  • Verhaltensorientierung: Es werden im Verfahren unterschiedliche Situationen und Aufgaben geschaffen in denen sich die Teilnehmer zurecht finden müssen. Dabei wird ihr tatsächliches Verhalten im Umgang mit den Aufgaben und Situationen bewertet.
  • Prinzip der kontrollierten Subjektivität: Ein Assessment-Center soll von mindestens zwei Beobachtern durchgeführt werden, die speziell hierfür geschult wurden.
  • Simulationsprizip: Es werden reale Anforderungen der Arbeitswelt und des Tätigkeitsfeldes simuliert, um die Fähigkeiten, Kompetenzen und Entwicklungspotentiale der Teilnehmer zu bewerten.
  • Transparenzprizip: Es erfolgt eine umfassende Information über die Zielsetzung, den Ablauf und die Durchführung des Assessment-Centers, sowie über die Verwendung der Ergebnisse an alle Beteiligten Personen.
  • Individualprinzip: Die Verhaltesweisen und Ergebnisse jedes Teilnehmers werden individuell bewertet. Zudem erhalten die Teilnehmer nach Abschluss der Aufgaben ein Feedback hierzu.
  • Systemprinzip: Um eine valide Bewertung vornehmen zu können, müssen nach diesem Prinzip mindestens zwei Aufgaben aus jedem relevanten Kompetenzbereich ausgeführt werden. Zudem ist ein Assessment-Center in der Regel nur ein Teil eines umfassenderen Prozesses.
  • Lernorientierung des Verfahrens: Es soll eine stetige Weiterentwicklung des Assessment-Center Verfahrens stattfinden. Insbesondere sollte dieses immer neuen Erkenntnissen, Anforderungen und der Zielgruppe angepasst werden.
  • Organisierte Prozessteuerung: Ein Assessment-Center zu entwickeln und durchzuführen ist sehr komplex. Gleiches gilt für die Auswertung der Bewerber individuellen Ergebnisse. Aus diesem Grund sollen die Prozesse und Abläufe sorgfältig organisiert werden.

Berücksichtigen Veranstalter eines Assessment-Center diese qualitativen Anforderungen, wird dieses einen guten Standard im Hinblick auf Anforderungen an Zuverlässigkeit (Reliabilität) und Aussagekraft (Validität) erfüllen können.